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Synchrongenerator (Bulletin 64/2010) |
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von Heinrich Kriesi, AMS
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Bei der Ansicht von Flusskraftwerken - hier oben das Kraftwerk Laufenburg im Rhein - springen meist die imposanten hallenähnlichen Maschinenhäuser ins Auge. In deren Innern beeindrucken die grossen Synchrongeneratoren. Als Metall-Modellbauer ist mir die Ähnlichkeit der Statorgehäuse mit den grossen Märklinringen aufgefallen. Dies inspirierte mich zum Bau eines Generatormodelles mit Märklin-Bauteilen. Wasser Turbinen Bis zu einer Fallhöhe von ca. 15 mwerden Kaplan-Turbinen eingesetzt. Das Laufrad gleicht einem Schiffspropeller, dessen Flügel verstellbar sind.
Bei grösseren Fallhöhen sind Francis-Turbinen geeigneter, weil sie
auch verstellbare Leitschaufeln haben. Diese können also nach Wassermenge und
Fallhöhe angepasst werden. Bei noch grösseren Wasser-Fallhöhen wird dann das unter höherem Druck (100
Meter Wasserhöhe entspricht 10 bar Druck) stehende Wasser auf Pelton-Turbinen
geleitet. Der Einbau einer oben gezeigten Kaplan-Turbine erfolgt meistens vertikal,
so dass das Wasser von oben nach unten durchströmt und die Antriebswelle zum
Generator senkrecht steht. Bei neueren Kraftwerken – wie in Ruppoldingen in der Aare und in Rheinfelden im Rhein – werden Rohrturbinen mit integrierten Generatoren eingesetzt. Oberirdisch bedarf es keiner grossen Maschinenhäuser mehr. Bei einer Umrüstung von alt auf neu werden häufig die nicht mehr benötigten, nur noch historisch interessanten Maschinenhäuser abgebrochen. Schade eigentlich, aber wer will die Unterhaltskosten dieser Denkmäler übernehmen? Funktionweise eines Synchrongenerators In
achsparallelen Nuten ist eine Statorwicklung fest eingelegt und verschaltet.
Die bei der Bewegung des Rotors mitumlaufenden wechselnden Magnetfelder
überwinden den Luftspalt zwischen Rotorpolen und dem Stator und schneiden die
Statorwicklungen. Dort wird aufgrund der sich mit jedem Rotorumlauf wechselnden
Magnetfelder in jeder der Wicklungen eine Wechselspannung erzeugt, deren
Frequenz synchron zur Rotordrehzahl ist. |
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Bau des Märklin-Modelles Ich habe versucht, mit Märklinteilen undmöglichst geringem elektrotechnischem Zusatzaufwand ein Modell zu bauen, mit dem die prinzipielle Funktionsweise eines Synchrongenerators demon-striert werden kann. Der Bau eines vorbildgetreuen Modells wäre eher eine Aufgabe für den feinmechanischen Modellbau. Es gibt verschiedene Bauformen von Synchronmaschinen. Am besten zum Nachbau geeignet ist eine Innenpolmaschine in Schenkelpolbauart, wie oben dargestellt. |
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Bau des Polrades ( Rotor ) Die Zahl der Polpaare p ist nach der zu erzeugenden Netzfrequenz f und der Antriebsdrehzahl n des Generators zu wählen. Dabei gilt: p = 60 x f / n Die Turbinen der Laufkraftwerke sind häufig für eine niedrige Drehzahlausgelegt, z. B. 150 Upm (Umdrehungen pro Minute). Damit ergibt sich bei unserer Netzfrequenz von 50 Hertz eine Polpaarzahl p von 20. Mit zwei Polpaaren wäre zum Erreichen einer Netzfrequenz von 50 Hz eine Umdrehungszahlvon 1500 Upm erforderlich. Diese Drehzahl ist aber wegen der im Modell nicht zu vermeidenden Unwucht des Rotors nur schwer erreichbar. |
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Der für die Magnetisierung der Pole erforderliche Gleichstrom wird diesen
über Schleifringe und Kohlebürsten zugeführt. Der Erregerstrom stammte früher
meist aus einem an der Generatorwelle direkt angebauten Gleichstromgenerator. Zur Speisung der Polradmagnete sind zwei
Schleifringe erforderlich. Sie bestehen aus den kleinen Schnurlaufrädern mit
aufgepressten Kupferringen. Bau desStators |
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Diese Klötze sind aber nicht ringförmig. Der Luftspalt ist daher nur bei den Nuten wirklich klein. Mit einem dünnen Ring aus Blechstreifen sind sie auf der Aussenseite magnetisch gekuppelt. Durch Klemmung zwischen den Gehäuseringen werden diese fixiert. Diese Konstruktion ist aus magnetischer Sicht miserabel und hat auch einenbescheidenen Wirkungsgrad des Generators zur Folge. Die Krafwerksgeneratoren erzeugen dreiphasigen Drehstrom. Dazu wären dreium je 120 Grad (elektrisch) verschobene Wicklungen notwendig. Ich habe mich auf eine Phase beschränkt und nur vier Doppelnuten ausgesägt. In achsparallelen Nuten auf der Innenseite des Ringes sind die vierStatorwicklungen eingelegt, an denen der Strom abgenommen wird. |
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Am hinteren Statorgehäuse sind die Kohle„bürsten“ befestigt. Als Führung zur Aufnahme der Kohle“bürsten“ eignen sich die Kupplungsmuffen, Märklin-Nr. 63 (neu 11718). Als Kohlestifte habe ich Motoren-Kohlestifte genommen und rundgefeilt. Mit einem Erregerstrom von 2 Ampère, Spannung ca. 1 Volt und 50 Hertz erreichte ich die Drehzahl von 1500 Upm (kurzzeitig) und eine Ausgangsspannung von 1 Volt. |
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